Der Hospizgedanke

Versorgt werden und sich ausruhen auf einem anstrengenden Weg – Hospize als offener Ort für reisende Menschen gibt es schon seit Jahrhunderten. Damals fand ein Reisender oder Pilger ebenso Aufnahme in eine Gemeinschaft.

Wenn heute von Hospiz die Rede ist, ist die Aufgabe im Grunde die gleiche. Menschen sind am Ende ihres Lebensweges angekommen. Sie sind erschöpft, müde, oft haben sie Angst oder Schmerzen.  Sie nehmen Abschied.

Diese Menschen zu begleiten, ihnen Gefährte zu sein auf dem Weg ins Unbekannte, das ist Inhalt und Ziel von Hospizarbeit.

Die Hospizbewegung setzt sich für eine umfassende und ganzheitliche Begleitung eines unheilbar kranken Menschen und der ihm nahe stehenden Personen am Ende seines Lebens ein.

Im Mittelpunkt des Hospizgedankens steht die Überzeugung, dass Sterben ein Teil des Lebens ist. Es entspricht dem Wunsch der meisten Menschen, diesen letzten Teil des Lebens in der vertrauten Umgebung gestalten zu können – etwas, das als hohe Lebensqualität erlebt wird.

Hospizarbeit bejaht das Leben und schließt aktive Sterbehilfe aus.